Schütteltrauma beim Säugling

bezeichnet ein Schädel- Hirn-Trauma, welches durch heftiges Schütteln des Babys verursacht wird. Das Kind wird dabei an Armen oder Brustkorb festgehalten und der Kopf des Kindes hin und her geschleudert, wobei es zu Verletzungen des Gehirns kommt. Ein Schädelhirntrauma führt in zwölf bis 27 Prozent der Fälle zum Tod. Besonders Kinder unter sechs Monaten sind aufgrund des überproportional großen Kopfs und der schwachen Nackenmuskulatur sehr verletzlich. Ein Schütteltrauma tritt gehäuft bei Kindern zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auf. Das Schütteltrauma des Säuglings kommt in allen Bevölkerungsschichten vor und ist keines- falls nur auf sozial schwache Familien begrenzt, in welchen beispielsweise Alkohol- oder finanzielle Probleme vorherrschen.

Was passiert, wenn man ein Baby schüttelt?

Ein Schütteltrauma wird durch kräftiges Hin- und Herschütteln des Kindes verursacht, wobei der Kopf nach vorn und zurück geschleudert wird. Ein Schütteltrauma kann ebenfalls durch Schütteln und anschließendem Aufschlagen des Kopfs auf eine harte Fläche hervorgerufen werden. Durch die ruckartigen Bewegungen kommt es zu schweren Hirnverletzungen.

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Durch das Schütteln wird das Gehirn durch Dreh- und Scherkräfte schwer verletzt. Durchblutungsstörungen und unterbrochene Nervenbahnen führen zu einem Hirnödem, welches mitunter erst Wochen später Symptome verursacht und selbst nicht durch eine Computer- oder Magnetresonanz-Tomographie sichtbar wird. Durch solche bildgebenden Verfahren kann erst zu einem späteren Zeitpunkt abgestorbenes Hirngewebe dargestellt werden.

Vorbeugen

Einem Schütteltrauma des Säuglings können vorwiegend die Eltern vorbeugen, indem sie sich um Hilfe bemühen, wenn sich Schwierigkeiten in der Bewältigung des Alltags mit dem Neugeborenen anbahnen. Eltern eines Schreibabys können sich beispielsweise an eine Schreiambulanz wenden oder an einen Kinderarzt. In der Schreiambulanz erfahren Mütter und Väter Hilfe im Umgang mit dem Kind. Oft werden Problemsituationen, die zu einer Überforderung der Eltern führen, verdrängt oder ignoriert, bis sich die betroffenen Eltern nicht mehr anders zu helfen wissen und das vermeintlich ungehorsame Kind durch gewaltsames Schütteln zum Still sein bringen wollen.